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Kamera: Pentax KX, LX, MX
Verfasst am:
01. Jan. 2014, 19:49 • Meine Tage mit der K3
Meine Tage mit der Pentax K3
Tragriemen
Nachdem ich auf Bildern der K3 hier im DFN und nun auch noch an meiner Testkamera einen „irgendwie drangeknoteten“ Tragriemen gesehen habe, hier etwas Nachhilfe: Die beiden kleinen Leder Schmetterlinge an den Ösen haben durchaus einen Sinn, sie verhindern das Verkratzen der Oberfläche der Kamera durch die Dreieck-Ringe und es soll etwa so aussehen (man könnte natürlich auch ins Handbuch schauen):
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Herumspielen
Sofort auf den Wecker gegangen sind mir die quietschbunten Menus, aber genauso leicht habe ich die etwas gedeckteren Varianten für die Senioren gefunden, das Problem war also aus dem Weg. Dann musste ich nur noch das grell leuchtende Display abschalten, das mir in der Normaleinstellung ständig seine Informationen entgegenbrüllt – wer möchte das eigentlich?
Und die vielen Knöpfe… Es sind wirklich viele, aber sie sind liebevoll platziert und mit nur wenig Übung auch blind auseinander zu halten. Der grüne Knopf beispielsweise ist direkt unter dem hinteren Einstellrad. Hat man sich das einmal gemerkt, fällt der Daumen geradezu drauf. Bei den Knopfreihen der Canons muss ich auch nach inzwischen 5 Jahren immer noch abzählen, um den richtigen Knopf zu erwischen. Entweder es gibt bei Pentax tatsächlich einen, der ein begnadetes Händchen für solche Sachen hat, oder es ist eine ganze Abteilung, die das „User Interface“ hätschelt und pflegt. Jedenfalls kann man hoffen, dass Ricoh auch weiterhin viel Wert darauf legen wird, auch die bisherigen Ricoh Kameras sind da sehr gut.
Dass die K7/5/3 Kameras sehr solide gemacht sind, ist ja offensichtlich, besonders positiv sind mir aber noch einmal die sauber eingepassten und satt schließenden Klappen und Dichtungen aufgefallen. Da muss man die Wetterfestigkeit nicht nur glauben, weil sie im Prospekt steht, sondern kann sie auch fühlen – sehr beruhigend.
Autofocus
Vorweg, Autofocus ist mir eigentlich ziemlich egal, für meine bevorzugte Art des Fotografierens brauche ich keinen, leider aber meine Augen, die nicht mehr so genau manuell scharfstellen wollen, wie es der AF kann. Mir hat also am Pentax AF nie etwas gefehlt, nicht einmal an dem der alten Z1, die überhaupt nur ein Feld hat, und der (viel gescholtene) AF meiner jetzigen Canon genügt mir auch völlig, zumal er sehr genau arbeitet. Ein Urteil oder auch nur einen Vergleich der AF Geschwindigkeit zu anderen Kameras versuche ich erst gar nicht, das können andere besser.
Dass die K3 nun eine „AF-A“ Stellung hat, bei der sie selbst von AF-S zu AF-C wechseln kann, hat mich nur gewundert, weil das bei Canons die Stellung ist, die man nie und nimmer nicht benutzt, sondern nur entweder AF-C oder AF-S.
Andererseits kenne ich den 45-Feld „Flächen“-AF der etwas älteren 1er Canons recht gut, und der war für mich schon eine Art Referenz AF, was die Größe des AF Bereiches und die Dichte der AF Punkte darauf angeht. Da die Größe des AF Bereiches der K3 gegenüber der K5 und allen vorherigen Pentax DSLRs nicht sichtbar gewachsen ist, ist die K3 diesen Canons in dieser Disziplin weiterhin unterlegen, man kann aber auch sagen, dass ein so großer AF Bereich vorwiegend ein Luxus ist, den man selten braucht. Was die Dichte der Punkte angeht, ist die K3 mit ihrem mittleren 5x5 AF Bereich auf hohem Niveau, und das ist sehr angenehm. Dass das zu fokussierende Objektiv zwischen zwei AF Feldern liegt, kann nun wirklich kaum noch passieren – sehr gut!
Weniger gut fand ich auf den ersten Blick, dass der Schalter für die Wahl der AF Felder verschwunden ist, den es seit der *ist D gab und den ich ständig benutzt habe, zwischen „Auto“ und „Mitte“. Auch bei meinen Canons kann ich mit einem Knopfdruck zwischen „Auto“ und „Mitte“ hin- und herschalten: Wenn die automatische Feldwahl nicht trifft, tut es eben das mittlere Feld. Dass es nun dafür den „AF Mode“ Knopf gibt, verbunden mit der Notwendigkeit etwas auszuwählen, ist nur die zweitbeste Lösung und gefällt mir nicht so gut, auch wenn es, wenn man es geübt hat, einfach ist. Wenn der Schalter schon wegfallen musste, wäre eine Konfigurationsmöglichkeit schön gewesen, die mit dem RAW/FX oder AF Kopf den AF explizit auf das mittlere Feld umschaltet, oder auch mit dem Knopf „rechts unten“, der im normalen Fotobetrieb gar keine Funktion hat (glaube ich).
Oder habe ich diese Möglichkeit nur übersehen?
Mein Test
Autofokus-Tests und Sportfotografie sind also nicht mein Ding – ich habe gedacht, ich schaue dann ein wenig mehr auf die Bildqualität des Sensors als auf die neuen „Features“.
Zum Vergleich angetreten waren
Die Pentax K3 (24 Mpix) mit dem (alten aber guten) M 1,4/50 und einem 18-55 „Kit“ Objektiv
Eine alte K100D (6 Mpix) mit denselben Objektiven
Eine Canon 60D (18 Mpix) mit Pentax 1,4/50 s-m-c Takumar (optisch dem M 1,4/50 gleich) und EF 4-5,6/17-85
Eine Canon 5DII (21 Mpix) mit Pentax M 2/85 und EF 4/24-105
Und zum Spaß noch
Sony QX-10 (18 Mpix) an meinem Handy
Ich habe drei Motivsituationen gewählt, eine Portraitsituation, eine Landschaft und eine Innenraumsituation bei schlechtem Licht und wollte herausfinden, wie groß die Unterschiede bei den gegebenen Objektiven sind.
Portrait
Zuerst einmal Dank an meine beiden geduldigen Modelle Bobby und Hasi, die die ganze Zeit brav in der Kälte gesessen haben.
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Hier hat mich die K3 am meisten überzeugt, auch wenn das Niveau insgesamt sehr erfreulich hoch ist (auch die 6 Megapixel der K100 fanden wir vor wenigen Jahren noch ziemlich toll…). Der Detailreichtum der K3 übertrifft den der 5DII noch, an manchen Stellen deutlich sichtbar. Hier ein Vergleich zweier Ausschnitte von der K3 mit dem 50er bei Blende 4 zu einem von der 5DII mit dem 85er (ebenfalls bei Blende 4):
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Da fehlt wirklich nichts.
Landschaft
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Für diesen Blick in den Garten habe ich die K3 mit dem 18-55 Kitobjektiv und die anderen Kameras ebenfalls mit den Zoom Objektiven auf 18mm Brennweite (bzw. 28mm) und Blende 8 gestellt. Leider zeigt sich deutlich, dass das 18-55 Objektiv dem Sensor der K3 nicht gewachsen ist, man sieht die Schwächen außerhalb der Mitte deutlich, selbst die preiswerte Sony QX10 Handykamera ist da besser.
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Kurz gesagt also, wer sich diese Kamera kauft, sollte gleich ein besseres Objektiv mit einkalkulieren, mit dem 18-55 Objektiv tut Ricoh seinen Kunden (und damit sich) keinen Gefallen.
Zum Vergleich habe ich noch ein altes M 2,8/28 angesetzt und siehe da, die Ecken waren wieder scharf und die enorme Sensorauflösung sichtbar, auf dem Niveau der 5DII, oder drüber…
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Innen
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Hier habe ich alle Kameras auf ISO 3200 gestellt und mit den jeweiligen Zoom Objektiven fotografiert, bei 35mm (50mm an der 5DII). Das Ergebnis der K3 ist leider nicht so toll, die Bilder der Canon 60D und jedenfalls die der 5DII sind sauberer, ohne dass ich auf den der K3 mehr Details sehen würde.
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Man kann an den Rauschunterdrückungs-Einstellungen der K3 noch intensiv herumspielen, das habe ich nicht gemacht, in Stellung „Auto“ aber finde ich „schon“ ISO 3200 grenzwertig, besonders weil es eben auch besser geht.
Andererseits ist das Jammern auf hohem Niveau. Hier ist, als Erinnerung an vergangene Zeiten, ISO 3200 von der K100D:
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Everyday Use
Hier ein paar Bilder der Bruder Klaus Kapelle in Wachendorf in der Voreifel, die aber mit praktisch jeder anderen Kamera auch zu machen gewesen wären – vielleicht allerdings hätte es weniger Freude gemacht
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Hier fängt die Eifel an:
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Die K3 bleibt eine hervorragend zu bedienende Kamera, trotz der Funktionsvielfalt. Was ich hier zu meckern habe, nach ein paar Tagen Benutzung, kann man dieser speziellen Kamera gar nicht anlasten: Dass der Sucher zwar im Vergleich groß ist, aber durchaus nicht schön groß, und dass Stangen AF Objektive, die beim Scharfstellen schrapp-schrapp machen einfach nicht mehr zeitgemäß sind, besonders an einer Kamera die ansonsten so wunderbar leise ist.
Fazit
Besonders die Ergebnis des M 1,4/50 zeigen mir wieder, wie ärgerlich es ist, dass Pentax dieser prächtigen Kamera keinen Blendensimulator spendiert hat, mit dem man dieses und alle anderen alten M und K Objektive adäquat nutzen könnte. Umso mehr, als das Kitobjektiv nicht angemessen ist und es im sonstigen Objektivprogramm weiterhin unschöne Lücken gibt, beispielsweise die eines lichtstarken Weitwinkels, das meistens auf meiner Kamera ist und das es auch von allen anderen gibt, nur nicht von Pentax.
Obwohl der Ärger darüber witzlos ist, Pentax will nicht, sonst hätten sie es längst gemacht. So habe ich an der Kamera selbst praktisch nichts zu meckern und viel zu loben, aber wer zu Pentax wechseln möchte, sollte sich schon genau anschauen, ob es die gewünschten Objektive auch gibt.
Und wo könnte die Reise noch hingehen? Ist das so etwa das Ende der DSLR Entwicklung? Jedenfalls würde ich mir darüber große Sorgen machen, wäre ich an Ricohs Stelle. Sicher sind Verbesserungen vielleicht noch möglich und zu wünschen (z.B. bessere High ISO Fähigkeiten) aber viel fehlt zum Ideal doch nicht mehr, und wirklichen fotografischen Nutzen würden 10 statt 8 Bilder pro Sekunde doch nur sehr wenigen Fotografen bringen. Von den Neuerungen aber lebt der Kapitalismus, womit kann man ihn also füttern?
Gruß,
Sven
_________________ Toleranz fängt bei der Laktose an!
Verfasst am:
01. Jan. 2014, 21:32 • Re: Meine Tage mit der K3
« stormy_weather » hat folgendes geschrieben:
Wenn der Schalter schon wegfallen musste, wäre eine Konfigurationsmöglichkeit schön gewesen, die mit dem RAW/FX oder AF Kopf den AF explizit auf das mittlere Feld umschaltet, oder auch mit dem Knopf „rechts unten“, der im normalen Fotobetrieb gar keine Funktion hat (glaube ich).
Die "OK"-Taste stellt das aktive Feld auf die Mitte zurück - wenn die manuelle AF-Feldwahl denn aktiv ist. Scheinst du aber überhaupt nicht zu nutzen wenn ich den letzten Satz so lese.
Hallo Sven,
vielen Dank für Deinen aufschlussreichen Bericht.
Wie ich verstanden habe, sind die Küchenbilder mit 3200 ASA direkt OOC. Wie sehen die Bilder aus, wenn die Rauschunterdrückung ausgeschaltet ist?
Hast Du mal versucht, die high iso Bilder aus RAW zu entwickeln. _________________ Gruß
Rüdiger
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Verfasst am:
01. Jan. 2014, 22:29 • (Kein Titel)
Die K-5 hat kein gutes Rauschverhalten?
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Zum Fotografieren braucht man Zeit. Wer keine Zeit hat, kann ja knipsen.
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Verfasst am:
02. Jan. 2014, 10:26 • (Kein Titel)
Auf dem derzeit gebotenen Niveau kann man noch meckern?
Da ja derzeit fromme Sprüche in sind:
Und es sprach vom Himmel, wer Rauschen sucht, der wird kein Bild finden...Amen!
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Verfasst am:
02. Jan. 2014, 10:50 • (Kein Titel)
« cola » hat folgendes geschrieben:
K-5 hat besseres Rauschverhalten als K-3 - das war wohl gemeint und so habe ich das bisher auch erlebt und gesehen - trotzdem gut für 24MP.
Genau
Auch die dxomark Werte spiegeln das wieder:
K-5 II kommt auch 1235 ISO
K-3 "nur" auf 1216 ISO
Zum Vergleich:
K-5 I ist bei 1162 ISO
K01 - 1135 ISO
K-50 bei 1120 ISO
Auch bei der Dynamik ist es ähnlich:
K-5 I - 14.1 Evs
K-3 - 13.4 Evs
K-50 - 13.0 Evs
K01 - 12.9 Evs
Der Overall Score:
K-5 I & II zusammen: 82
K-3 bei 80
K01 & K-50 bei 79
Ist natürlich stöhnen auch hohem Niveau und beim Ausbelichteten Bildern eh "unsichtbar"... Aber es zeigt das die Entwicklung ins stocken geraten ist und es nicht mehr viel weiter gehen kann?
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Verfasst am:
02. Jan. 2014, 11:06 • (Kein Titel)
Es lässt sich wohl generell feststellen, dass das Rauschverhalten bei APS-C an 16MP geringfügig besser ist als an 24MP. Trotzdem noch auf sehr gutem Niveau. ( sehe ich auch an meiner neuen D7100 mit 24MP).
Die höhere Pixeldichte bei 24MP fordert einfach ihren Tribut -bessere Auflösung, etwas mehr Rauschen-
Zudem besteht auch bei Freihandaufnahmen mit 24MP verstärkt die Notwendigkeit, trotz SR (VR) auf entsprechend kurze Belichtungszeiten zu achten. _________________ Gruß Werner
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Verfasst am:
02. Jan. 2014, 11:24 • (Kein Titel)
Dass das Rauschen geringfügig größer ist, kann ich noch nachvollziehen. Dass ich mit 24MP mehr verwackele als mit 16MP, kann aber doch nur in der (eigentlich nicht vergleichbaren) 100%-Ansicht sichtbar werden.
Danke für den ausführlichen Bericht, Sven. _________________ Uli Kamera: 1.000 Euro - EBV: 100 Euro - Sehen können: Unbezahlbar
Verfasst am:
02. Jan. 2014, 11:39 • Re: Meine Tage mit der K3
« stormy_weather » hat folgendes geschrieben:
Dann musste ich nur noch das grell leuchtende Display abschalten, das mir in der Normaleinstellung ständig seine Informationen entgegenbrüllt – wer möchte das eigentlich?
Das frage ich mich auch. Ich empfand das als richtig störend, weil ich offenbar noch oft genug das Display irgendwie aus dem Augenwinkel sehe beim Knipsen. Gut, dass man das wegkonfigurieren kann :-)
Zitat:
Dass die K7/5/3 Kameras sehr solide gemacht sind, ist ja offensichtlich, besonders positiv sind mir aber noch einmal die sauber eingepassten und satt schließenden Klappen und Dichtungen aufgefallen. Da muss man die Wetterfestigkeit nicht nur glauben, weil sie im Prospekt steht, sondern kann sie auch fühlen – sehr beruhigend.
Im Vergleich zur K-5 finde ich den SD-Schacht als fast schon zu "spack" sitzend; bei der K-3 läuft das Bestücken weniger geschmeidig, als wäre die Karte dicker. Könnte aber vielleicht auch am Fabrikat liegen - ich habe dort bislang nur eine Transcend verwendet, in der K-5 hatte ich aber eine solche noch nicht im Einsatz.
Danke sehr für den schicken Bericht! :-)
Grüße
Christian _________________ N Körper, M Gläser; N, M viel zu große Zahlen.
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Verfasst am:
02. Jan. 2014, 12:14 • (Kein Titel)
« Uliwin » hat folgendes geschrieben:
Dass das Rauschen geringfügig größer ist, kann ich noch nachvollziehen. Dass ich mit 24MP mehr verwackele als mit 16MP, kann aber doch nur in der (eigentlich nicht vergleichbaren) 100%-Ansicht sichtbar werden.
Danke für den ausführlichen Bericht, Sven.
Du verwackelst sicher nicht mehr bei 24MP , aber eine Verwacklung macht sich durch die größere Pixeldichte eher bemerkbar.
Das Argument, dass die 100%-Ansichten nicht vergleichbar sind, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Viele kaufen eine 24MP-Kamera wegen der höheren Auflösung und erwarten dann auch bei jeweils 100% ähnliche Qualität. Vielleicht werden künftige Sensorgenerationen auch hier noch einen Fortschritt bringen. _________________ Gruß Werner
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Verfasst am:
02. Jan. 2014, 12:25 • (Kein Titel)
Die 100%-Ansicht zeigt bei steigender Pixeldichte (bzw. Pixelzahl bei gleich großem Sensor) einen kleineren Ausschnitt, der logischweise alle Unschärfen und eben auch Verwackler deutlicher zeigt. Wie jeder kleinere Ausschnitt
Eben deshalb ist auch ein Verwackeln bei größerer Pixeldichte nur auf die Pixel bezogen deutlicher, aber nicht auf eine identische Ausgabegröße. _________________ Uli Kamera: 1.000 Euro - EBV: 100 Euro - Sehen können: Unbezahlbar
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02. Jan. 2014, 13:43 • (Kein Titel)
Ja herzlichen Dank für diesen ausführlichen, aufschlussreichen Bericht. Ich meine, es ist so richtig objektiv subjektiv herauszulesen, was man da mit der K-3 als Werkzeug in die Hände kriegt.
Nur die Ergebnisse des Blitzens vermisse ich noch.
Habe selber eine K-5II, mit der ich sehr zufrieden bin, bis auf das leidige Blitz-Thema (Metz 48), welches der K-Serie noch negativ anhaftet.
Die 3er täte mich schon reizen, allerdings juckt mich auch die rote Konkurrenz namens EOS 6D, die hat tolle Ergonomie, einen noch tolleren Sucher als meine geliebte II-er und blitzen tut sie vorzüglich.
Und das Rauschen gibt es ja so gut wie keines.
Immer diese Verlockungen... ;-)
Die 6D ist ne wunderbare Kammera. Sie macht bei mir alles ab 1600 ISO. Die felende Dynamik ist ja wohl nur in den niedrigen ISO Werten zu finden. Oben raus das ist ihre Welt. Ich habe sie seit einem Jahr. Und sie ist einfach fantastisch. Meine neue K 5II hat die Dynamik zugewinne nur im unteren Bereich. 80 - 200 ISO und dann ist ab 400 ISO Gleichstand und dann kommt schon die 6D und zieht locker vorbei. Schöner Sucher und der AF ist auch besser als immer gemeint wird. Sogar AF-C.
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02. Jan. 2014, 15:13 • (Kein Titel)
Danke, für dein Statement, Marike, bist mir zuvorgekommen, wollte dich mal wegen der 6D interviewen, da ich in einem Posting einen positiven Kommentar zur 6D gelesen habe.
Und ja, Jedie, mir sind die Dynamik-Zahlen von DxO bekannt, ob die Dynamik in der Praxis wieder so ausschlaggebend für qualitativere Bilder ist, überzeugt mich nimmer so wie anfangs. Man kann wohl besser in der BV nachkontrastieren, aber die Natürlichkeit der Bilddarstung geht oft verloren.
Jedenfalls habe ich es nicht eilig mit der Nachfoger-Entscheidung, die II-er bleibt weiter im Portfolio, die 3-er werde ich wohl überspringen.